Diagnosestellung:
Montag 27.11.2006
7:30 Uhr Nur Pseudo-Dienstantritt. Mit Auto gefahren.
Noch Chefvisite, dann mit Kollegen in Stationsküche
gesessen und Spaß gemacht, dass ich jetzt zur
Magenspiegelung gehe, telefonische
Kontaktaufnahme mit Gastroenterologie, soll um 8:30 Uhr in Sono
kommen.
8:30 Uhr: zuerst Anamnese, klinische Abdomenuntersuchung
und dann Sonografie.
Während ich das Ultraschall selbst mitverfolge, fängt Dr. W. an, eine mir nicht bekannte
(bin kein Sonografeur) Struktur auszumessen.
Meine Frage, was er denn da abmisst: weiß er auch nicht.
Ein zweiter Arzt wird hinzugezogen. Ergebnis: unklare Raumforderung ca. 7x8cm im
linken Mittel-/Oberbauch.
Der Boden geht weg, krieg' Schweißausbrüche und meine Augen werden feucht.
Ein CT/MRT soll schnellstmöglich gemacht werden. Um ca. 11.00 Uhr soll MRT stattfinden.
Unendlich langer Weg zurück auf Station und ins Arztzimmer.
Meine Kollegen sitzen dort. Mein einziger Kommentar: Raumforderung 7x8cm… Sagt eigentlich alles.
Unendliches langes Warten und Versuch den MRT-Termin zu
beschleunigen, Labor, iv-Zugang. etc..
Schreibe sogar zum Zeitvertreib/Überbrückung noch einen Entlassungsbrief.
Paradoxerweise war einer meiner ersten Kommentare: Zum Glück habe ich eine
hochdotierte
Lebensversicherung…
Ca. 10:00 Uhr MRT: Bestätigung der Raumforderung, fragliche
Leberbefunde, es wird über Hämangiome in der
Leber
spekuliert.
Nach MRT noch mal Sonografie von Prof. R. Eine
sonografiegesteuerte PE (Probeentnahme) wird besprochen
und empfohlen.
Evtl. heute noch. Ich will aber noch Bedenkzeit und unbedingt Rücksprache mit
Dr. S.
Auf direktem Weg dorthin (er war zum Glück nicht im OP).
Berichte ihm unter Tränen den bisherigen Befund.
Lässt sich
gemeinsam mit mir die MRT-Bilder in der Radiologie demonstrieren.
Es soll noch eine MDP (Durchleuchtung Magen-Darm-Passage) gemacht werden. Danach noch mal zu Dr. S.
Zwischendurch mit meiner Frau Moni telefoniert, sie solle nicht
zur Krabbelgruppe gehen, ich komme gleich nach
Hause. Für den nächsten Tag stationäre Aufnahme
zur weiteren Abklärung auf Dr. S's Station und PE vereinbart.
Zurück auf Station/Arztzimmer, dort Sachen mit dem Gefühl,
dass ich lange nicht wiederkommen werde,
zusammengeräumt und irgendwie Abschied
genommen.